Geschichten aus vielen Heimatländern erzählt.

Schüler der Aretzstraße lasen vor – Buch zusammengestell

Von Nachrichten-Mitarbeiter Maurice Kneisel
Aachen, Die Schüler der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße haben ein Geschichtenbuch zusammengestellt. Es enthält Erzählungen aus ihren Heimatländern und trägt den Titel „Geschichten aus vieler Kinder Länder".
Das Geschichtenbuch wurde im Pavillon der Öffentlichen Bibliothek, Couvenstraße 15, in zwei Lesungen vorgestellt. Dabei lasen die Jugendlichen der 9. und 10. Klassen ihre Erzählungen zunächst in der jeweiligen Ursprungssprache und anschließend auf Deutsch vor.
Zu Gast war eine recht große Schar von Schülern aus den unteren Klassen. „Das sind teilweise Kinder, die mein Projekt kennen, nicht aber das Buch", sagte Renate Schmitz von der „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien" (RAA) Hauptstelle NRW, die die Idee zu der Aktion hatte. Gespannt lauschten die Kleinen den Geschichten, die unter anderem aus Bosnien, Griechenland und dem Iran stammen.
Interkulturelle Erfahrung

Anhand einer Weltkugel zeigte man sich gegenseitig, wo das betreffende Land zu finden ist. Und auch in die Erzählungen wurde das junge Publikum eingebunden. So wurden beim bosnischen Vortrag sieben Kinder nach vorne gerufen, die eine Holzstange zerbrechen sollten. Als dies den ersten beiden Schülerinnen trotz intensiver Bemühungen nicht gelang und erst die dritte und kleinste erfolgreich war, brach allgemeiner Jubel aus. "Die ist die Kleinste und schafft es als Erste!", lachte ein Junge.

Unterstützung bei ihrer Arbeit hatte Renate Schmitz von den Lehrerinnen Gisela Lenze und Birgit Schultes-Zartmann erhalten. Ziel der Aktion war es, zu testen, wie sich interkulturelle Erfahrung mit Mehrsprachigkeit und Leseförderung kombinieren lässt.

Aachener Nachrichten, 07.10.2003

Die Lesestunde in der Bibliothek gehörte zum kunstpädagogischen Rahmenprogramm der Ausstellung "Ex oriente" Foto: Harald Krömer
Die Lesestunde in der Bibliothek gehörte zum kunstpädagogischen Rahmenprogramm der Ausstellung "Ex oriente" Foto: Harald Krömer